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Friedensfahrt nach Leuven am 9. Mai 2010

Anlässlich des 70. Jahrestages des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Belgien am 10. Mai 1940 reiste die Friedensgruppe wie bereits im vergangenen Jahr nach Myslenice nach Leuven. In Belgien wird am Sonntag nach dem 8. Mai offiziell an das Kriegsende den so genannten V-dag (von Victory-dag) erinnert. Die Friedensgruppe war zu dem offiziellen Programm eingeladen.

Wir konnten ein hervorragend vorgetragenes Requiem in der Sint Pieters Kerk von Leuven hören und nahmen am anschließenden Empfang im Stadtsaal teil. Hier trugen SchülerInnen ihre Erfahrungen vor, die sie während einer einwöchigen Studienreise nach Weimar und Buchenwald gewonnen hatten. Seit fünf Jahren reisen Oberstufenschüler der verschiedenen Schulen dorthin, um zu erforschen, wie Menschen damals zu unmenschlichen Tätern werden konnten. Anschließend wurden Militärangehörige der Stadt für ihre Teilnahme an sogenannten Friedensmissionen und humanitären Aktionen im vergangenen Jahr ausgezeichnet. Danach wurden wir als Delegation aus Lüdenscheid begrüßt. Am Ende des Empfangs konnten wir dem Bürgermeister der Stadt Leuven das Friedensbanner der beiden Partnerstädte sowie ein Gedenkbuch und die Broschüren zu den Partnerstädten im Zweiten Weltkrieg überreichen.

Nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister über den Sinn der Studienfahrt und der Friedensfahrt fuhr die Friedensgruppe mit einem Beigeordneten der Stadt in den städtischen botanischen Garten und pflanzte dort den Friedensbaum mit dem Versprechen, in ein paar Jahren gemeinsam die Kirschen zu kosten.

Man muss feststellen, dass die militärisch geprägte Grundstimmung der Gedenkveranstaltung mit dem Friedensverständnis der Friedensgruppe nicht gut in Einklang zu bringen ist. Hier spiegelt sich die grundsätzlich verschiedene Ausgangssituation zum Kriegsende zwischen Siegern im befreiten Land und Besiegten oder nach unserem Verständnis eben Befreiten im Land der Täter wieder.

Dennoch oder gerade deswegen sehen wir es als wichtige Aufgabe an, die Verantwortung für Frieden in Europa in Erinnerung zu halten und voran zu bringen. Die Friedensfahrten in unsere Partnerstädte können hier einen wertvollen Beitrag leisten.


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